Das Alpenschneehuhn gehört für mich zu den faszinierendsten Vögeln der Schweizer Alpen. Es lebt dort, wo Wald und Wiesen längst aufgehört haben, zwischen Fels, Geröll und letzten Schneefeldern, in einer Welt aus Wind, Kälte und weiten Blicken. Die Aufnahmen auf dieser Seite sind mit viel Geduld, Abstand und langen Wegen im Hochgebirge entstanden. Hier findest du meine schönsten Alpenschneehuhn Bilder aus den Berner Alpen und den Glarner Alpen, auch als Fine-Art-Print für dein Zuhause.
Wer ein Schneehuhn im Gelände entdecken will, braucht gute Augen. Das Gefieder passt sich der Umgebung so genau an, dass der Vogel oft erst auffällt, wenn er sich bewegt. Auf Fels und Geröll verschmilzt er mit den Steinen, im Winter mit dem Schnee. Genau diese Tarnung macht das Fotografieren so anspruchsvoll, denn selbst aus wenigen Metern Entfernung übersieht man die Tiere leicht zwischen Flechten, Gras und Gestein. Umso schöner ist der Moment, wenn sich ein Vogel ruhig zeigt und das Licht passt.
Das Alpenschneehuhn (Lagopus muta) gehört zur Familie der Raufusshühner und ist etwa taubengross. Die Füsse und Zehen sind dicht befiedert, was im Winter wie ein Paar Schneeschuhe wirkt. Es lebt als Standvogel das ganze Jahr im Hochgebirge, meist oberhalb der Waldgrenze zwischen etwa 1900 und 2800 Metern über Meer. Beim Hahn leuchtet über dem Auge ein roter Streifen, die sogenannte Rose, die vor allem zur Balzzeit auffällt. Die Weibchen sind insgesamt unauffälliger gefärbt und im Gelände noch schwerer zu entdecken.
Kaum ein anderer Vogel wechselt sein Gefieder so auffällig. Im Winter ist es fast ganz weiss, im Sommer braun bis grau marmoriert, und im Herbst entsteht dazwischen ein gescheckter Übergang. Genau diese Phase zeigen mehrere meiner Aufnahmen, mit den neuen weissen Federn zwischen den braunen Resten. Nur die Flügel bleiben das ganze Jahr überwiegend weiss, was beim Auffliegen sofort sichtbar wird. Für den Vogel ist der Wechsel überlebenswichtig, denn nur ein gut getarntes Tier entgeht dem Blick von Fuchs und Adler.
Im Hochgebirge ist das Nahrungsangebot karg. Das Schneehuhn frisst Triebe, Knospen, Beeren und Samen von Zwergsträuchern und Gräsern, die Küken vor allem Insekten. Im Winter graben sich die Vögel gern in den Schnee ein, wo sie windgeschützt ruhen und Energie sparen. Das Nest ist nur eine flache Mulde zwischen Steinen, die Brutzeit dauert gut drei Wochen. Danach folgen die Küken der Henne schon bald durch das steinige Gelände und picken nach den ersten Insekten. Die Aufzucht im Hochgebirge ist heikel, denn Kälteeinbrüche und Nässe im Frühsommer können ganze Bruten gefährden.
Seit Mitte der 1990er-Jahre ist der Bestand in der Schweiz um rund ein Drittel gesunken. Steigende Temperaturen schieben die Baumgrenze nach oben, und der Lebensraum wird kleiner. Schon ab etwa 15 Grad beginnen die Vögel zu hecheln. Dazu kommen Störungen durch Wintersport und Wanderer, denn im Winter sind die Energiereserven knapp. Rund 40 Prozent der mitteleuropäischen Population brüten in der Schweiz, deshalb tragen wir eine besondere Verantwortung für diesen Bergvogel, der auf kühle und offene Höhenlagen angewiesen ist.
Meine Aufnahmen entstanden im Frühsommer in den Glarner Alpen und im Herbst in den Berner Alpen. Im Frühsommer liegen noch Schneefelder zwischen den Felsen, im Herbst färbt sich das Gras goldgelb. Die Vögel lassen sich nur mit Ruhe und langem Teleobjektiv fotografieren, und ich halte immer genügend Abstand, damit sie sich nicht gestört fühlen. Zwischen Schneeresten, Fels und Alpenrasen entstehen so Bilder, die die Eigenart dieses Lebensraums zeigen.
Alle Motive sind als hochwertiger Fine-Art-Print erhältlich. Ob als grosses Statement für die Wand oder als ruhiges Detail im Flur: Ein Bild dieses Bergvogels holt ein Stück Hochgebirge in dein Zuhause. Schau dich im Webshop um oder schreib mir, wenn du ein Bild in einem bestimmten Format suchst.
Hinweis: Alle Aufnahmen entstehen mit Rücksicht auf die Tiere. Im Winter sind Schneehühner auf Ruhe angewiesen, bitte halte im Gelände genügend Abstand, bleibe auf den Wegen und meide Wildruhezonen, besonders in der kalten Jahreszeit.