Das Birkhuhn (Lyrurus tetrix) ist ein scheuer Bewohner der oberen Waldgrenze und für Naturfotografen eines der begehrtesten Motive der Schweizer Alpen. Der Hahn trägt ein glänzend blauschwarzes Gefieder mit leierförmig geschwungenen Schwanzfedern und leuchtend roten Rosen über den Augen, die Henne ist unauffällig graubraun gebändert. Wer diesen scheuen Vogel zu Gesicht bekommt, braucht Geduld, Ruhe und viel Abstand. Auf dieser Seite findest du meine schönsten Birkhuhn Bilder aus den Schweizer Alpen, als Fine-Art-Print oder Wandbild für dein Zuhause.
Aufnahmen vom Hahn im Flug sind selten, denn die Hühner sind äusserst scheu und fliegen meist nur kurz und tief über dem Gelände. Zwischen den Flügen verlassen sie sich auf ihre Tarnung und ihre Ruhe am Boden. Im Winter bleiben die Tiere im Hochgebirge und überstehen die kalten Nächte oft in selbst gegrabenen Schneehöhlen. Der lockere Schnee isoliert dort erstaunlich gut, und doch kostet jede Störung wertvolle Energie, die für das Überleben fehlt. Die dicht befiederten Läufe, die dem Raufusshuhn seinen Namen geben, schützen zusätzlich vor Kälte.
Bei dieser Art, früher Tetrao tetrix genannt, sehen die Geschlechter sehr verschieden aus: Die Hähne werden bis 1.5 Kilogramm schwer und glänzen blauschwarz, die Hennen wiegen bis 1 Kilogramm und sind graubraun gebändert. Diese Tarnfarbe schützt sie beim Brüten am Boden. Der auffällige Hahn braucht sein Gefieder zum Imponieren, die unauffällige Henne zum Überleben. Eine weisse Flügelbinde und weisse Unterschwanzfedern machen den Hahn auch im Flug gut erkennbar.
Die Balz findet im Mai und Juni statt. Die Hähne treffen lange vor Sonnenaufgang auf dem Balzplatz ein und lassen ihre kullernden und zischenden Laute hören. Dabei spreizen sie die Leier, senken die Flügel und plustern sich auf, um die Hennen zu beeindrucken. Mehrere Hähne balzen gemeinsam auf demselben Platz, der oft über Jahre genutzt wird. Balzplätze sind äusserst störungsempfindlich, darum gebe ich keine Standorte bekannt. Viele der Bilder wurden aus einem Tarnzelt gemacht, welches bereits vor dem Morgendämmerung bezogen wurde.
Birkhühner leben zwischen etwa 1500 und 2300 Metern an der oberen Waldgrenze, wo Zwergsträucher den Boden bedecken. Typisch sind Heidelbeeren, Wacholder und lichte Lärchenwälder, die Deckung und Nahrung zugleich bieten. Dieser schmale Lebensraumstreifen zwischen Wald und Fels ist schon lange durch Freizeitbetrieb und Klimawandel unter Druck. Steigen die Temperaturen, wandert die Waldgrenze nach oben, und der offene Lebensraum wird kleiner.
Birkhühner fressen Blätter, Knospen und Beeren, im Winter vor allem Nadeln. Die Kücken ernähren sich in den ersten Wochen von Insekten und sind Nestflüchter, die schon wenige Stunden nach dem Schlüpfen der Henne folgen. Die Henne brütet mehr als drei Wochen allein am Boden, gut getarnt in einer Mulde unter einem Zwergstrauch, und führt die Kücken anschliessend ohne Hilfe des Hahns. Nach einigen Wochen können die Jungen bereits kurze Strecken fliegen.
Zu den natürlichen Feinden zählen Habicht, Adler und Fuchs. Die grösste Gefahr sind aber Störungen durch Menschen, vor allem im Winter. Skitouren, Schneeschuhwanderungen und freilaufende Hunde scheuchen die Vögel auf und zwingen sie zur Flucht, was ihre knappen Energiereserven aufbraucht. Wildruhezonen und rücksichtsvolles Verhalten sind für diese Art deshalb überlebenswichtig. Wer in den Bergen unterwegs ist, hilft mit, wenn er auf markierten Routen bleibt.
Alle Motive sind als hochwertige Drucke erhältlich. Ein Fine-Art-Print bringt ein Stück seltene Alpenwildnis in dein Zuhause, ob als ruhiges Motiv im Flur oder als grosses Bild an der Wand. Gerade die Stimmung an der Waldgrenze mit ihren weichen Farben passt in Wohnräume, die Ruhe ausstrahlen sollen. Schau dich im Webshop um oder schreib mir, wenn du ein Bild in einem bestimmten Format suchst.
Hinweis: Alle Aufnahmen entstehen mit Rücksicht auf die Tiere. Lebensräume und Balzplätze dieser Vogelart sind sehr störungsempfindlich, bitte bleib auf den Wegen und meide Wildruhezonen.