Der unmögliche Berg: Cerro Torre

  • Sechsstündige Wanderung zur Laguna Torre mit Blick auf den Glaciar Grande und den Cerro Torre
  • Weiterreise organisieren

 

Bereits ist unser letzter Tag im wunderbaren El Chaltén angebrochen. Endlich wiedermal richtig erholt, packen wir unsere Sachen und bringen den Rucksack in den Depotraum. Dann starten wir zur Wanderung zum zweiten bekannten Bergsee der Region: der Laguna Torre. Nach steilem Beginn führt der Weg durch den typischen lichten Wald der Region meist eben voran. Beim ersten Aussichtspunkt erblicken wir auch schon die Granitspitzen des Cerro Torre.

 

Lange galt der Berg als unbesteigbar, dennoch behauptet der Italienier Cesare Maestri zusammen mit seinem, beim Abstieg tödlich verunglückten Tiroler Toni Egger den Berg bereits 1959 erfolgreich bestiegen zu haben. Diese Erstbesteigung wird in Fachkreisen bis heute angezweifelt, da die damaligen technischen Voraussetzungen noch nicht ausgereift genug waren.

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1970 kehrte Maestri an den Berg zurück um sein Können erneut zu beweisen und Zweifel zu beseitigen. Mittels Kompressor und ungefähr 300 Haken bohrte er sich seinen Weg zum Gipfel, bestieg den dortigen instabilen Schneepilz jedoch nicht, was Kritiker erneut nicht als Besteigung ansehen. Die zweifelsfrei dokumentierte und somit anerkannte Besteigung gelang schliesslich einer Expedition 1974.

 

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Immer schön flach dem Fusse des Berges entgegen, wo wir nach etwas über 2.5 Stunden die gletschertrübe Laguna Torre erreichen. Hier treiben einige kleinere Eisberge in Ufernähe. Je länger je mehr vermag die Sonne den letzten Wolkenstreifen zu verdrängen und bei aussergewöhnlicher Windstille wird es richtig warm. So bietet sich uns eine perfekte Sicht auf einen der am schwersten besteigbare Berge der Welt.

 

Am Ende des Sees ist spektakulär der Glaciar Grande zu sehen, welcher die benachtbarten Berge mit ewigem Eis überzieht. Wir legen einen Picknick-Stopp ein in dieser wunderbaren Kulisse und anschliessend werden Fotos geschossen. Schliesslich machen wir uns auf den langen Rückweg, um pünktlich zurück im Dort zu sein. Vor unserer Abfahrt reicht es gerade noch für eine Dusche und etwas Essen zu gehen. Bevor um 19.30 Uhr  unser Bus zurück nach El Calafate fährt, wo wir nach knapp dreistündiger Fahrt ankommen. Unter der spätabendlichen Sonne wirkt die Landschaft wie die Badlands in Nordamerika.

 

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Bild von Marcel Gross

Marcel Gross

swiss hobby photographer with a passion for wildlife, landscape and nature
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