Prachtswetter am Icefields Parkway

  • Besuch des 254m hohen Takakkaw Falls
  • Fahrt in Richtung Norden auf dem Icefields Parkway
  • einige herrliche türkisfarbene Seen wie Peyto Lake, entlang der Route betrachten
  • Wanderung hinauf zum Park Ridge mit Sicht auf Gletscher
  • Dusche und Abendessen in Jasper
  • Rückfahrt im letzten Licht des Tages


Sieben Uhr in der Früh läutet der Wecker. Ein strahlend schöner Tag steht uns bevor, also starten wir ohne Frühstück. Es geht auf direktem Wege zu den Takakkaw Falls, eines der Highlights des Yoho Nationalparks. Der vom oberhalb liegenden Gletscher gespeiste Wasserfall ist mit 254 Metern Höhe einer der grössten in ganz Kanada. Eindrücklichen wie sich die gewaltigen Wassermassen die Felswand hinunterstürzen. Nahe am Fall ist es empfindlich kühl von der eisigen Gischt.

Wir setzen die Fahrt fort bis Lake Louise, wo wir Verpflegung für den Tag kaufen und den Tank füllen. Anschliessend biegen wir nordwärts auf den weltberühmten Icefielsd Parkway ein. Die 230 km lange Strasse gilt als das Prachtstück der Kanadischen Rockies. Und wir sollten nicht enttäuscht werden. Die Strasse folgt den Flussverläufen des Bow, Mistaya, Nord-Saskatchewan, Sunwapta, Athabasca. Dabei ist sie meist gesäumt von dichten Nadelwäldern, führt aber auch über Pässe, Aussichspunkte an Stromschnellen und Wasserfällen. Am beeindruckendsten sind aber eindeutig die einzigartigen türkisfarbenen Seen wie der Bow und der Peyto Lake. Ihre Farbenpracht verdanken die Gewässer den speisenden Gletschern. Insbesondere der Aussichtspunkt auf den Peyto Lake ist absolut grandios.

Beim Mistaya Canyon besichtigen wir wie sich der gleichnamige Fluss sein Bett tief in die Felsen eingeschliffen hat. Kurz vor dem Sunwapta Pass machen wir eine Wanderung hinauf zum Parker Ridge. Während des Aufstiegs schweift unser Blick über das darunterliegende Tal, oben angekommen erblicken wir das darunterliegende Tal mit einem Gletscher. Jetzt verlassen wir den Banff Nationalpark und erreichen seinen nördlichen Nachbarn: den Jasper Nationalpark. Unmittelbar danach erreichen wir das übertrieben touristische Icefield Center. Von hier aus können Touren mit Spezialbussen auf den Athabasca Gletscher unternommen werden. In unseren Augen ein zweifelhaftes Vergnügen. Nach einem kurzen Fotostopp fahren wir weiter gen Norden. Schöner ist dagegen der nachfolgende Stopp bei den Athabasca Falls. Der vorher träg und breit dahinfliessende Fluss stürzt sich tossend durch eine Engstelle in den Felsen.

Bald erreichen wir Jasper, das Zentrum des Nationalparks. Hier machen wir uns auf die Suche nach einer dringend benötigten Dusche. In einer Mehrzweckhalle werden wir fündig. Heute Abend ist dort ein Spiel der Top Prospects der Edmonton Oilers, was die Besucher im hockeyverrückten Kanada natürlich in Scharen anzieht. In der lokalen Brauerei verspeisen wir einen leckeren Burger bevors zum Dessert noch eine Glace gibt. Jetzt machen wir uns auf den Rückweg zum Honeymoon Lake Campground. Die erhofften Tiersichtungen bleiben dabei leider aus. Dafür erleben wir eine spektakuläre Abendstimmung. Im Camp wird noch ein Feuer entfacht und die Stille genossen.

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Bild von Marcel Gross

Marcel Gross

swiss hobby photographer with a passion for wildlife, landscape and nature
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