Amerikanischer Schwachsinn

  • Per Taxi zum Vancouver Airport
  • Flug mit WestJet und Delta Airlines nach Rio de Janeiro mit Zwischenstopps in Toronto und Atlanta
  • Diverse Komplikationen unterwegs

Um 4 Uhr in der Früh läutet bereits der Wecker. Duschen, fertig packen und dann per Taxi zum Flughafen. Um 8.15 Uhr startet unser WestJet-Flug mit etwas Verspätung in Richtung Toronto. Doch zuvor gibt es noch einige Probleme. Natürlich verursachen mal wieder die amerikanischen Sicherheitskontrollen Probleme. Das System will einfach nicht akzeptieren, da ich kein ESTA, sondern ein US-Visum besitze. Was abgesehen davon sowieso unsinnig ist, da wir ja nicht einreisen werden. Nach über einer halben Stunde Warten, können wir schliesslich passieren. Wirklich gelöst ist das Problem jedoch nicht. Während des 4.5-stündigen Fluges lichtet sich die Wolkendecke nur selten und lässt einen Blick hinunter zu. Insbesondere der Anflug auf Toronto ist aber vom Allerfeinsten. Der gewaltige CN-Tower ist selbst aus dem Flugzeug beeindruckend hoch.

In Toronto müssen wir nun das Gepäck holen und durch den Zoll bringen. Doch zuerst muss einmal das Problem mit meinem Visa und den ausstehenden Boardingpässen gelöst werden. Plötzlich will mir die Dame die Boardingpässe nicht aushändigen, weil ich kein Visum für Brasilien besitze. Was man abgesehen davon als Schweizer – anders als Nordamerikaner – für einen maximal dreimonatigen Aufenthalt auch keines benötigt. Nach mehreren Telefonaten ist die Dame schliesslich einsichtig. Doch wertvolle Zeit ist verstrichen. Boardingtime war bereits vor geraumer Zeit und wir müssen nun noch durch den Zoll.

Glücklicherweise lassen uns viele andere Reisende passieren und so kommen wir doch noch rechtzeitig zum Gate. Jetzt erst mal Durchschnaufen! Dann ist auch schon das nächste Problem im Anmarsch. Nun will man uns nicht das Flugzeug betretten lassen, da wir weder Visum noch eine bestätigte Ausreise für Brasilien vorweisen können. Wir rechnen bereits mit dem Schlimmsten, jedenfalls wird unser Gepäck bereits per Funk zurückgerufen. Im letzten Moment willigen die Flughafenangestellten dann doch noch ein.

Den verhältnismässig kurzen 1.5-stündigen Flug nach Atlanta haben wir schnell hinter uns. Der Flughafen erweist sich als unerwartet praktisch. Alles geht zügig voran und diesmal haben wir mehr als genug Zeit um schliesslich die Machine nach Rio de Janeiro zu besteigen.

Endlich gibt es an Board auch mal was zu Essen und das ist dann auch noch erfreulich lecker. Den 9.5 stündigen Nachtflug verkürzt sich mit Unterhaltungselektronik und etwas Schlaf doch ziemlich.

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Marcel Gross

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